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...  und der Quilt erzählt eine Geschichte, die Geschichte unserer Vergangenheit

 

 

Tatsächlich ist Patchwork und Quilten einst aus der Not heraus entstanden.

In amerikanischen Spielfilmen liegen oft bunt gemusterte Decken auf dem Bett. Doch auch im europäischen Mittelalter und in buddhistischen Tempeln hatten und haben die aus Stoffstücken zusammengenähten Behänge und Kleider ihre Bedeutung. Patchwork nennt man diese Handwerkskunst, das ist Englisch und bedeutet nichts anders als "Flickwerk". Doch was Gabriele Heinz zusammennäht, ist alles andere als nur zusammengeflickt.

Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich die Künstlerin mit den historischen Patchwork- und Quilttechniken, die rund um den Globus in immer wieder anderen Mustern und Stoffen zu finden sind und dabei die Geschichten der jeweiligen Kultur wie in einem Bilderbuch erzählen; beispielsweise die der Amish-People in den Vereinigten Staaten, die durch ihren besonderen Quiltstil, oder die der Mola aus Panama, die durch ihre Tiermotive bekannt wurden.

In seiner ursprünglichen Form war ein solcher Quilt ein schlichter Gebrauchsgegenstand der aus zwei Lagen Stoff und einer Füllung besteht. Die Technik, aus vielen verschiedenen Teilen ein neues Ganzes zu fertigen, wurde eigentlich aus der Not geboren. Für die Decken schnitt man alte verschlissene Kleider und Stoffe zu und kombinierte sie neu. Doch im Zuge der technischen Revolution wurde das Handquilten durch maschinengesteppte Decken ersetzt.

Gabriele Heinz kam durch ihren mehrjährigen Aufenthalt in den USA zum Patchworken und Quilten." Nähen und Handarbeiten waren schon immer ihre Leidenschaft." Daher dauerte es auch nicht lange, bis die farbenfrohen Flickwerke sie einwickelten und nicht mehr losließen.

Inzwischen stapeln sich Tausende von Stoffen zuhause und "es werden immer mehr." Im Laufe der Zeit entwickelte sie ihren eigenen Stil, indem sie alte, abgelegte Stoffe immer wieder aufs Neue kombiniert, symmetrisch oder auch asymmetrisch und daraus Diverses gestaltet. Ihre Arbeiten basieren auf den alten Techniken von Patchwork, Applikation und Quilting, zielen jedoch auf ganz neue Gestaltungshorizonte. Ihre Quiltmuster, meistens von Hand genäht, heben die gepatchten Oberflächen hervor oder lassen sie zu einem ganzen verschmelzen. Es sind Wunderwerke von Farbharmonie und handwerklicher Akkuratesse. Ein von der Künstlerin frei gestaltetes Plaid lässt erahnen, wie viel Geduld und Zeit in einem solchen Objekt steckt. Aus Hunderten von Resten fügt sie komplizierte Muster zusammen und quiltet sie von Hand. Das ergibt immer gleichzeitig wunderschöne Rückseiten. Sie liebt klare geometrische Formen oder aber auch verspielte Muster, je nachdem was der alte oder antike Stoff verlangt.

Manche alte Stoffe werden sogar nochmals mit Naturmaterialien gefärbt, um die Arbeiten noch besser nach ihren Vorstellungen gestalten zu können.

Jede Arbeit ist ein Unikat speziell für einen Menschen gearbeitet.

Bei so vielen verschiedenen Elementen ist es wichtig, nicht die Übersicht zu verlieren. "Gewusst wie" mit ein paar Tricks bei den Vorbereitungen geht das Nähen leichter von der Hand. Doch trotz konzentriertem Arbeiten nehmen viele Projekte Wochen, Monate oder auch Jahre in Anspruch.

 

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